Keyboard-Unterricht

Es gibt unzählige Keyboard-Ausfertigungen, die zudem ständig von den Herstellern weiterentwickelt werden. Wie auf allen Gebieten der Mikroelektronik ist auch hier das Tempo der Neu- und Weiterentwicklungen gegenwärtig sehr hoch. Keyboard
Die Klangerzeugung findet bei diesem Instrument elektronisch statt. Das ermöglicht - neben dem Spielen (gewissermaßen Einschalten) der den einzelnen Taste zugeordneten Töne - wahlweise auf Tastendruck gleichzeitig auch im Instrument gespeicherte komplette Hintergrundrhythmen oder vollständige Musikstücke aus dessen elektronischem Speicher abzurufen. So ist es möglich, durch Drücken einer einzigen Taste eine Begleitung in vorher bestimmten Tonarten hinzuzuschalten oder raffinierte Zwischenspiele erklingen zu lassen. Die elektronische Klangerzeugung ermöglicht darüber hinaus den Klangcharakter sehr verschiedener Musikinstrumente zu wählen. So klingt ein Keyboard wahlweise wie ein Klavier, eine Orgel, eine Flöte, eine Trompete, ein Glockenspiel, ein Schlagzeug, ein(e)... Damit verspricht das Keyboard schnelle und effektvolle Erfolge. Hinzu kommt der Vorteil aller elektronischen Tonerzeuger: Der Ton kann bequem auf Zimmerlautstärke gestellt bzw. ganz auf Kopfhörer umgestellt werden (die Nachbarn wird´s freuen).

Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den gegenwärtig angebotenen Instrumenten sind im Umfang der eingesetzten Elektronik zu sehen. So unterscheiden sich die Geräte vor allem
  • in der Anzahl und Qualität der im Gerät fest gespeicherten Hintergrundmusiken bzw. im Umfang mitgelieferter kompletter Musikstücke.
  • in der Anzahl der zu imitierenden Musikinstrumente.
  • im Umfang der spielbaren Töne (Anzahl Tasten).
  • in den Möglichkeiten des elektronischen Austausches mit anderen Geräten (PC, Stereoanlage).
  • im Umfang des eingebauten Musikspeichers zum nachträglichen Begutachten des eigenen Spiels.
  • in den Möglichkeiten der Anschlagsdynamik (laute, mittlere,leise Töne). Insbesondere diese Anschlagsdynamik erfordert gegenwärtig noch einen hohen elektronischen Aufwand und ist daher in einem Keyboard grundsätzlich nur sehr ansatzweise realisiert.

Das Keyboard bietet viele Einsatzmöglichkeiten: Im häuslichen Bereich zur Liedbegleitung, für Alleinunterhalter, zum Mitspielen in einer Band. Besonders Jugendlichen bietet es durch die Art der Klänge und die variabel einstellbare Lautstärke die Gelegenheit, ihre Tendenz, sich von der Welt der Erwachsenen und deren Traditionen abzugrenzen, in kreative Bahnen zu lenken.

Am liebsten wird das Keyboard von Teenagern im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten innerhalb einer Band verwendet, wofür es sich ideal eignet. Auch das Komponieren von eigenen Songs geht mit Hilfe des Keyboard durch den eingebauten Speicher oder die Anschlußmöglichkeit an einen PC sehr gut. Einmal entwickelte Melodien und Klangfarben können wiederholt, weiterentwickelt bzw. mit anderen Effekten kombiniert werden. Die Techno-Musik hat sich erst durch die Möglichkeiten des Keyboard entwickelt.

Von 5 Jahren an eignet sich jedes Alter für den Beginn des Keyboardspiels. Mancher hat sich sogar erst beim Einstieg ins Rentenalter diesen, seinen "Lebenswunsch" erfüllt; hat sich ein Keyboard gekauft und macht seitdem begeistert Musik.

Bei jungen Anfängern (Kinder ab 5 Jahre) kommt es darauf an, das Erlernen weniger "kopflastig" zu gestalten und mehr das Spielerische dieses Instrumentes in den Vordergrund zu stellen. Dann können gute Erfolge erzielt werden.

Sicher ist es von Vorteil, wenn man bereits über einige Klavierkenntnisse verfügt. Im Normalfall aber finden heute viele über das Keyboard den späteren Weg zum Klavier. Mancher spielt beides im Wechsel und schätzt die Vorzüge jedes der beiden Instrumente.

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(Texte mit freundlicher Unterstützung durch "MUSI-KUSS" Musizierschule e.V. Göttingen)