Meine Herkunft
 
 
Ich wurde am 20.August 2010 in Windischleuba, einer 2000-Seelen-Gemeinde im Altenburger Land, unweit der Grenze zu Sachsen geboren. Meine Mutter ist die
 
Vilomae von Karat.

©Foto: C.Fischer, Windischleuba
 
Das Bild von ihr erinnert mich in meiner neuen Heimat im Brandenburgischen solange ich lebe an dieses mir im Herzen untrennbar verbundene, treusorgende Wesen.
 
Meinen Vater habe ich selbst nicht kennengelernt. Wie es bei uns Hunden so Brauch ist, verdrücken sich die Rüden, sobald sie ihren Spaß hatten. Er wurde aber trotzdem vorsorglich höchst amtlich festgestellt.
In meiner Geburtsurkunde - offiziell heißt diese in meinem Fall
Zuchtbucheintrag PZB 9257 des Pudel-Zucht-Verband 82 e.V.
steht schwarz auf weiß:
Vater:   Aristide vom Kristallcolor.
 
Und da gibt es noch ein Wesen, welches nicht unwesentlich an meiner Existenz beteiligt war. Es ist die Frau Carmen Fischer, die als vom Pudel-Zucht-Verband 82 e.V. ausgewiesene Züchterin meinen erfolgreichen Start ins Leben organisierte. Ich durfte sie vor einiger Zeit noch einmal zu Hause besuchen.
 
 
Wie Du auf dem Bild siehst, hat sie sich sogleich um mein Äußeres gekümmert und meinem Frauchen sogar noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben. Sie, die Carmen Fischer hat übrigens auch eine eigene Internetseite. Wenn Du mit dem Mauszeiger auf das Bild klickst, bist Du 1, 2, 3 dort und kannst Dir weitere, interessante Informationen holen.
 
...übrigens, hat mich meine Züchterin damals nicht schick gemacht?:
 
 
Mein Herrchen hat das natürlich gleich fotofiert...oder wie man das bei den Zweibeinern nennt. Na, ja, sonst könnte ich es Dir ja auch nicht zeigen.
 
Ich war mal gerade 5 Wochen alt, als mich - wie ich jetzt weiß - mein heutiges Frauchen aus meinen Geschwistern und mir als ihren Schatz auswählte. Damals hat sie uns nur betrachtet, so, wie die anderen Besucher auch - und ist nach einiger Zeit wieder gegangen. Solche Besucher waren eine willkommene Abwechslung. Aber dann, das muß am 12.Oktober gewesen sein, da kam sie wieder - ich dachte mir nichts Schlimmes - und schon hat sie mich wie eine Wassermelone in einen Korb gesetzt und einfach mitgenommen. Sie stellte den Korb mit mir in so eine komische Hütte. Heute weiß ich, dass die Zweibeiner so etwas als Auto bezeichnen - und das machte einen derartigen Krach und rüttelte und schüttelte sich stundenlang, dass mir ganz schlecht wurde. Ich wollte zu meiner Mutter und meinen Geschwistern zurück - ein richtiges "Hundeleben" war das. Ich war zwar nicht dumm und bin einfach aus dem Korb herausgeklettert. Allerdings half mir das nicht viel weiter. Da war nämlich noch eine zweite Frau, die auf mich aufpasste. Jedenfalls durfte ich mich anschmiegen und in ihren Armen zusammenrollen.
 
Es war schon sehr spät und ich völlig müde, als sich die Tür von dieser schrecklichen Hütte öffnete. Draußen war es dunkel und roch ganz anders, als ich es gewohnt war. Aber es war herrlich ruhig. Allerdings konnte ich wegen der hinter mir liegenden aufregenden Stunden lange Zeit nicht einschlafen. Irgendwann in tiefer Nacht hat mich die Erschöpfung dann wohl doch übermannt. Als ich wieder aufwachte lag ich in einer runden Hütte aus Stoff, an einigen Stellen konnte ich hindurchsehen. Was ich aber sah, war alles ganz fremd.
 
 
Und nirgens konnte ich etwas von meiner Mutter oder meinen Geschwistern sehen oder riechen. Da war es nur ein kleiner Trost, daß das Essen ganz brauchbar war - und ich hatte nach diesen Strapazen einen gewaltigen Hunger.
 
Nach ein paar Tagen durfte ich meine ersten Schritte in die mir damals noch völlig unbekannte Umgebung wagen.
 
 
Du kannst Dir denken, das war alles unheimlich spannend. Jedes kleine Blatt, welches der Wind bewegte, wollte ich sofort erforschen.
 
 
Und, was soll ich sagen, es war völlig ungefährlich. Mein neues Frauchen passte höllisch auf mich auf. Sie sagte immerzu, ich sei so süß, sie würde mich nie mehr hergeben.
 
 
...Aber bei Frauen weiß Mann das nie so genau. Wenn Frauen heute etwas süß finden, kann es erfahrungsgemäß morgen vielleicht schon ganz anders sein. Wir Hunde sind deshalb so ganz praktisch veranlagt. Ein schöner Date (auf zweibeinisch "One-Night-Stand") und dann geht jeder seiner Wege - mit einer schönen Erinnerung reicher. So sind wir Hunde das geworden, was wir heute sind: Treue Partner unserer Zweibeiner.
 
Ob mich mein Frauchen auch morgen noch süß findet? - Jedenfalls war sie bis heute (toi, toi, toi) immer sehr lieb zu mir.
 
Und dann ist da ja immer noch mein Herrchen. Ich mußte unheimlich lieb zu ihm sein, damit er mich akzeptiert hat. Ist mir nicht schwer gefallen. Als Pudel weiß man die Zweibeiner ja zu nehmen. Hier auf dem Bild allerdings hat er erst einmal mich genommen, ganz dicht an sein Herz.
 
 
Als dann meine ersten Zähne kamen, durfte ich sogar an Herrchens Fingern knappern. Wer sonst darf das schon?
 
 

 
Einmal, als ich ihn in seinem Arbeitszimmer besuchte, durfte ich mich sogar von seiner PC-Webcam filmen lassen. War ganz spannend! Du siehst das an den vielen Buchrücken im Hintergrund des Bildes:
 
 
Mein Herrchen ist überhaupt viel verständnisvoller. Während mein Frauchen immer "NEIN!" sagt, wenn ich mich aus Langeweile ihren Schuhen genähert habe, hatte mein Herrchen auch nicht geschimpft, als ich ... na, ja, nichts hält ewig. Er hat sich einfach neue Badelatschen gekauft.
 
 
Damals sagte ich mir oft, Timmy, Du hast es vielleicht doch gar nicht so schlecht getroffen.